Faszien Yoga

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Körper & Geist

Faszien Yoga

Bewegung nährt die Faszien (Bindegewebe) und diese lieben Dehnreize und unterschiedliche Impulse.

Faszien Yoga erweitert das yogische Übungsspektrum durch variantenreiche Modifikationen. Es muss nicht alles neu und anders gemacht werden. Es geht vielmehr darum, dass man fasziale Bewegungselemente sinnvoll in die bestehende Yoga-Praxis integriert.

Yoga bietet eine gute Möglichkeit den ganzen Körper gut zu dehnen und Kraft aufzubauen. Die Reize regen die Bindegewebszellen dazu an, altes Kollagen durch neues und geschmeidiges Gewebe zu ersetzen. Das Resultat sind eine gesteigerte Körperwahrnehmung, eine größere Beweglichkeit und mehr Sinnlichkeit. Blockaden und Bewegungseinschränkungen werden abgebaut.



DIE VIER GRUNDFUNKTIONEN DER FASZIEN

•    Formen: umhüllen, polstern, schützen, stützen, Struktur geben.
•    Bewegen: Kraft übertragen und speichern, Spannung halten, dehnen.
•    Versorgen: Stoffwechsel, Flüssigkeitstransport, Nahrung zuführen.
•    ​Kommunizieren:  Reize und Informationen empfangen und weiterleiten.

Faszien dienen mechanischen oder statischen Zwecken im Körper: Sie sorgen für Spannung in den Muskeln, für Bewegung der Körperglieder, für Stütze, Schutz, Umhüllungen oder Polsterung. Diese Aufgaben sind schon von Anatomen im Mittelalter erkannt worden. Doch man sah die Leistungen lange Zeit vor allem abhängig von Muskeln, Knochen und anderen Organen und hielt das Bindegewebe im Grunde für passiv - für totes Material wie Haare und Nägel. Heute wissen wir, dass das nicht so ist.

Die Muskelfaszien sind über körperweite Zuglinien in unterschiedlichen Verläufen verbunden und übertragen Spannung im körperweiten Netzwerk, trennen einzelne Gewebeschichten voneinander und ermöglichen die Verschiebbarkeit gegeneinander.

Dieses Gewebe finden wir im ganzen Körper als Band (Ligamentum), Sehne (Tendo), Fessel (Retinacula), Gelenkkapsel oder als Muskelseptum (verantwortlich für das sogenannte "Sixpack" beim geraden Bauchmuskel). Bei starken lokalen Belastungen können sich die Faszien zu Sehnenplatten (Aponeurosen) und flächigen Faszien verdichten, wie z.B. an der Beinaußenseite der Schenkelbinderspanner (tensor fasciae latae) und das IT-Band (Tractus iliotibialis) im unteren Rücken die mehrschichtige Lendenfaszie (Fascia thoracolumbalis) und an der Fußsohle die Plantarfaszie.

Wichtiges in Kürze:

•    Faszien können sich unabhängig von den Muskeln zusammenziehen.
•    Faszien verfügen über die Fähigkeit, kinetische Energie zu speichern und dem Organismus explosionsartig zur Verfügung zu stellen. Dies erlaubt es uns, bei einer Kraftleistung weniger zu ermüden, und ökonomisiert so die Bewegung.
•    Faszien sind hochgradig innerviert. Sie bilden unseren Körpersinn und sind verantwortlich für unsere Körperwahrnehmung und unser Bewegungsgefühl.
•    Durch die beiden vorgenannten Punkte können Faszien auch Schmerzgenerator sein.

 

Faszien sind trainierbar und üben Einfluss auf unsere Muskulatur, unsere Haltung, unsere Bewegungen und unser Schmerzempfinden aus. Faszien werden durch unsere einseitigen Alltagsbelastungen, welche unsere natürliche Bewegungsvielfalt mehr und mehr einschränken - stundenlanges Verharren in ungünstigen Sitz-Beugehaltungen tragen dazu bei, dass die Faszien in ihrem Tonus zu dem unsere innere Haltung, unser Denken und Fühlen prägen.

Es gibt vier Zugangswege, die die Faszienforschung als besonders günstig bewertet:

•    Fascial Release - myofasciale Release-Techniken mit verschiedenen Kleingeräten.
•    Rebound Elasticity - die Elastizität des Gewebes mit spritzigen, schwungvollen Bewegungen fördern
•    Facial Stretch - das Dehnen langer Ketten unter Anwendung vielfältiger Stretching-Varianten
•    Fluid Refinement - das Verfeinern des Körpersinnes und der Feinmotorik mit freien, sinnlichen und genussvollen Bewegungen.
 

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